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Wie wirkt UV-Strahlung und wie man sich schützt

Als UV-Licht bezeichnet man die Ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts

UV Licht kennen eigentlich alle, aber die wenigstens wissen genau, was es mit dieser Strahlung auf sich hat. Da man es im Sonnenstudio zur schnelleren Bräunung der Haut einsetzt, halten es viele für unbedenklich. Sonnenschutzcremes machen mit Aufschriften wie „UV Blocker“ wiederum Glauben, die Strahlung können völlig ausgeschaltet werden.

In beiden Fällen handelt es sich um einen Irrtum. Wie meistens liegt die Wahrheit in der Mitte. UV Strahlen können nicht komplett abgewehrt werden, und jeder Sonnenstudio-Besucher, der zu lange verweilt, riskiert gesundheitliche Schäden. UV Strahlung ist eine Frage der Dosierung. Wie viel ein Mensch davon verträgt, ist von mehreren Faktoren abhängig.

Was ist UV Strahlung?  

Die Lebewesen auf der Erde haben sich im Lauf der Evolution darauf eingestellt, mit der UV Strahlung zu leben. Denn das Sonnenlicht ist ein Lebensspender, dessen positive Wirkungen das Leben auf diesem Planeten überhaupt erst möglich gemacht haben. Es enthält aber auch einen Anteil ultravioletter Strahlung (UV Strahlung), und zwar im Wellenlängenbereich ab 100 Nanometer (nm) bis 400 nm. Das ist der energiereichste Teil der Sonnenstrahlung. Vom Licht der Sonne kann der Mensch nur etwa 40 % wahrnehmen – die UV Strahlung entzieht sich unseren Sinnesorganen komplett.  Unterschiedliche physikalische und biologische Eigenschaften führen zu einer Unterteilung der UV-Strahlung in drei Bereiche: 

UV-A-Strahlung (Wellenlänge 400 – 315 nm)

UV-B-Strahlung (Wellenlänge 315 – 280 nm) 

UV-C-Strahlung (Wellenlänge 280 – 100 nm).

Die UV-C-Strahlung schließt sich unmittelbar an die ionisierende Strahlung an – je kürzer der Wellenbereich, desto schädlicher ist sie für Lebewesen. Was die Sonne in diesem Wellenbereich aussendet, wird aber von der oberen Erdatmosphäre komplett ausgefiltert. Natürliche UV-C-Strahlung trifft somit nicht mehr auf die Erdoberfläche – ein weiterer Beweis, wie wichtig eine Planetenhülle ohne (Ozon)-Löcher ist.  Als Grundlage für Richtwerte wird meist die UV-B-Strahlung genommen. UV-A-Strahlung, die auf der Wellenskala genau an das sichtbare Licht anschließt, gilt allgemein als keine allzu große Gefahr für Lebewesen. Allerdings darf sie auch nicht unterschätzt werden, insbesondere von Menschen, deren Haut leicht Lichtreizungen unterliegt.

In vielen Regionen der Erde haben sich Resistenzwerte entsprechend der natürlichen Belastung mit UV Strahlung herausgebildet. Denn deren Stärke hängt von mehreren Faktoren ab: vom Breitengrad, von der Höhe, von der Jahreszeit und vom Sonnenstand am Tage. Am Äquator und in den Bergen ist sie am intensivsten, ebenso zur Mittagszeit und im Sommer stärker als im Winter. Eine dicke Wolkendecke hält bis zu 90 Prozent der UV-Strahlung ab. Dünne Wolkennebel dagegen können die UV-Strahlung noch verstärken.

UV Strahlung, optisch wahrnehmbares Licht und Infrarotstrahlung

Infrarotstrahlung: Pro und Kontra

Den Hauptanteil der Sonnenstrahlung macht das Infrarotlicht aus, etwa 50 %. Hierbei handelt es sich um den oberen Teil der Lichtskala – über dem optisch wahrnehmbaren Licht – im Bereich von 780 nm bis 1 mm.  Dieser auch als Rotlicht bezeichnete Spektralbereich hat ganz im Gegensatz zur UV Strahlung viele positive gesundheitliche Wirkungen. Das IR-Licht stärkt das Immunsystem.

In der Medizin wird es eingesetzt, um Schmerzen im Bewegungsapparat bzw. degenerative Veränderungen der Wirbelsäule Erkrankungen von Sehnen und Muskeln bzw. degenerative Veränderungen der Muskulatur Nervenschädigungen, Nervenreizungen und Entzündungen Erkältungen, Hauterkrankungen oder Weichteilrheumatismus zu behandeln.

Die Rotlichtlampe hilft auch bei Hämatomen, Allergien und Nasennebenhöhlenentzündungen. Ihre entspannende Wirkung macht sich zudem in der psychotherapeutischen Behandlung sehr gut. Sie bewirkt Stressabbau, Ruhe und Ausgeglichenheit, lindert Angstzustände, innere Unruhe oder nervliche Überbelastung.

Das bedeutet natürlich nicht, dass IR-Licht völlig ohne Risiko wäre. Denn auch der energieschwächere Spektralbereich dringt immer noch einige Millimeter tief in den menschlichen Körper ein. Im Wesentlichen ist es die Haut, die das Licht verarbeiten muss. Und wieder ist es eine Frage der Dosierung. Länger als 20 Minuten sollte keine IR-Bestrahlung dauern. Dann ist der Patient erst einmal gehalten zu prüfen, wie gut er mit dem Rotlicht zurechtkommt. Es gibt Menschen, die eine solche Bestrahlung so gut vertragen, dass sie diese mehrmals am Tage durchführen können. In jedem Falle müssen die Augen dabei geschützt werden. Auch Rotlicht dringt bis zur Netzhaut vor und kann dort Schäden verursachen. Das Beste ist immer eine Schutzbrille, wenn eine  Infrarottherapie durchgeführt wird, insbesondere bei Kindern. Das gilt erst recht für Arbeitsprozesse, die mit künstlichem Rotlicht durchgeführt werden. 

Der Umgang mit UV Licht

Zu viel Sonne sollte man vermeiden

UV-Strahlung kann akut und langfristig wirken. Am stärksten sind die Haut und die Augen der Menschen gefährdet. Auf Grund des Gefahrenrisikos wird die Intensität der UV-Strahlung weltweit ständig überwacht und im so genannten UV-Index (UVI) bekannt gegeben. Jeder Mensch sollte sich individuell auf die Belastung durch UV-Strahlung einstellen und so das persönliche gesundheitliche Risiko begrenzen. Mit dem eigenen Verhalten kann das Maß der UV Strahlung in Bezug auf den eigenen Körper gering gehalten werden. Da sind in erster Linie der heimische Sonnenschutz und entsprechende Vorkehrungen auf Arbeit gefragt. Denn den meisten Teil des modernen Lebens verbringen wir in Räumen, die bei heller Sonne auch verschattet sein sollten. Große Fensterflächen, viel Glas an Gebäuden oder eine schöne Glasfront zur Terrasse vor dem Haus werden von den Sonnenstrahlen problemlos passiert. Die Räume heizen auf, es wird unangenehm warm. Besonders in den Büros kommen noch unangenehme Blendwirkungen am PC hinzu, und die Hitze ist ein echter Leistungssenker. Bei Menschen mit Blutdruckproblemen droht sogar ein deutliches Absacken des Kreislaufs.

Jalousien und Rollos, die heute sogar genau auf den Sonnenstand eingestellt werden können und automatisch funktionieren, sind mittlerweile unverzichtbare Bestandteile des Gesundheitsschutzes. Mit dem Sonnenlicht kommen aber nicht nur Wärme und Störfaktoren ins Haus, sondern auch das UV Licht. Es macht zwar nur 10 % der gesamten Sonnenstrahlung aus, löst aber als energiereichster Teil der Strahlung auch die größten Probleme aus.    

Insofern ist der häusliche Sonnenschutz eine wichtige Hilfe dabei, Schädigungen durch UV Licht zu vermeiden. Wenn man das Haus verlässt, ist die richtige Kleidung gefragt. Helle Stoffe reflektieren das Sonnenlicht mehr, als sie Wärme absorbieren. Ist die Kleidung luftig und aus natürlichen Materialien, nimmt auch die Schweißbildung nicht überhand. Bei Sonnenbädern ist unbedingt eine Sonnencreme mit UV Schutzfaktor nötig.

Die Wirkung der UV-Strahlung

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Was UV-Strahlung im menschlichen Organismus bewirkt, ist von der Dauer der Einstrahlung und von der Wellenlänge abhängig. Dazu kommt, dass die Wellenbereiche unterschiedliche „Angriffsziele” haben. Die UV-A-Strahlung mit ihren scheinbar ungefährlicheren längeren Wellen von 315 Nanometer bis 400 Nanometer ist für das Auge und die Haut erstaunlicherweise genauso gefährlich wie die kurzwelligeren UV-B-Strahlen von 280 nm bis 315 nm.

Beeinträchtigungen des Sehvermögens oder Verbrennungen auf der Haut sind Gefahrensignale, die wir wahrnehmen können – um auch schnellstens darauf zu reagieren. Denn längerer und kontinuierlicher Kontakt mit UV Strahlung führt unweigerlich zur Veränderung von Zellen und in letzter Instanz zur Veränderung des Erbguts. Auf die leichteren Schäden ist der Organismus eingestellt. Denn unsere DNA verfügt über ein Reparatursystem, das die ersten Schäden relativ schnell wieder in Ordnung bringen kann.

Wird dieses System aber überlastet, wie es eben durch häufiges und langes Sonnen geschehen kann, schleichen sich Fehler bei der Reparatur des Erbguts ein, oder die positiven Elemente werden des Übermaßes des Angriffes nicht mehr Herr. Wenn das Erbgut erst einmal nachhaltig geschädigt ist,   stellen sich Mutationen ein. In erster Linie steigt damit die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Laut Internationaler Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer, IARC) gehören die UV-Strahlung der Sonne und die künstliche UV-Bestrahlung in Solarien zur höchsten Risikogruppe in der Kategorie “Krebserreger für Menschen”. 

Diese Einschätzung gilt schon 10 Jahre – an der Praxis der Solarien hat sich trotzdem kaum etwas geändert. Die Besucher müssen ordnungsgemäß beraten werden, aber in der Regel gibt es kaum eine Kontrolle. Warum auch – jeder Solariumbesuch bringt wieder neue Euros in die Kasse, und das unterentwickelte Gefahrenbewusstsein ist eher günstig für das Geschäft.

UV-Strahlung: kurzfristige und langfristige Wirkungen

Übliche Symptome bei Sonnenbrand

Entsprechend der Intensität und Dauer der UV-Einstrahlung gibt es kurzfristige und langfristige Wirkungen. Während die akuten Beschwerden sehr schnell deutlich werden, können sich über die Jahre aber auch Leiden entwickeln, die nicht so schnell bemerkt werde. Treten sie dann offen zutage, sind sie in der Regel bereits chronischer Natur. Gerade bei den Augen sollten akute Effekte wie Hornhautentzündungen (Photokeratitis), Bindehautentzündungen (Photokonjunktivitis) oder Netzhautschäden als alarmierende Zeichen bewertet werden. Bei den im Gegenteil dazu sichtbaren Schäden an der Haut kann jeder Mensch besser reagieren, z.B. wenn die zunehmende Bräunung zur Bildung einer Lichtschwiele führt, oder die Hautrötung in einem Sonnen Sonnenbrand führt. Gibt es Anzeichen für einen Sonnenallergie, sollte dem auch nachgegangen werden. Denn es kann dann zu phototoxischen Reaktionen kommen.

In jedem Fall steht am Ende der Reaktionskette die Gefahr des Hautkrebses oder der Linsentrübung im Auge (Grauer Star). Die ersten Anzeichen sollten deshalb ernst genommen werden. Bei Hautrötungen durch Sonneneinstrahlung hilft eben nicht das nachträgliche Aufbringen von Sonnenschutzcreme, sondern nur die Behandlung mit Heilsalbe und konsequente Abschirmung der entsprechenden Körperpartien gegen das Sonnenlicht. Wer gerade im Sommerurlaub ist, mag das vielleicht als Verlust der Erholungsqualität empfinden. Es ist aber in jedem Falle besser, als die Rötung zu ignorieren oder nur halbherzig zu behandeln. Denn ein richtiger Sonnenbrand kann den Urlaub dann vollends verderben. Fieber, Übelkeit, Gelenkschmerzen und Kopfweh brauchen einen viel längeren Zeitraum, um wieder auskuriert werden zu können – von Urlaubsqualität ist dann jedenfalls gar nicht mehr zu reden. Und letztendlich hat uns die Natur akute Beschwerden als Warnhinweis mitgegeben, damit schwerere Schädigungen des Organismus vermieden werden können. 

UV Strahlung und Hauttyp

Die richtige Sonnenschutzpflege aussuchen

Vor dem Sonnenbad zur Schutzcreme zu greifen, ist immer richtig. Als nächstes ist es wichtig, die für den eigenen Typ passende zu finden. Wer sich mit der Frage noch nie beschäftigt hat, sollte erst einmal einen hohen Schutzfaktor wählen. Nach- bzw. Herunterjustieren im Laufe der Zeit ist dann immer noch möglich. Außerdem hat jeder Mensch schon viele Erfahrungen mit der Sonnenbestrahlung gemacht und in der Regel wenigstens grob einschätzen, was für ein Hauttyp er ist. Zudem kann man typische Hautmerkmale in Tabellen vergleichen, die dann auch den passenden Lichtschutzfaktor angeben.

Die Hauttypen sind in einer Skala von 1 bis 6 festgelegt, wobei es von sehr hell (1) bis schwarz (6) geht. Der helle Hauttyp ist vor allem im Nordeuropa überwiegend, erreicht aber auch noch einen hohen Anteil in Mitteleuropa, also auch in Deutschland. Dominierend für Deutschland aber sind die Hauttypen 2 und 3. Der Wert 4 ist typisch für den mediterranen Raum. Die Hauttypen 5 und 6 sind überwiegend in Afrika zu finden. Hier hat die Pigmentierung schon so weit vorgesorgt, dass es in der Regel gar nicht mehr zum Sonnenbrand kommt. Die anderen Hauttypen können sich nur begrenzt gefahrlos in der Sonne aufhalten. Während ein Sizilianer dies etwa eine halbe Stunde tun kann, sind es für den „normalen“ Schweden nur 10 Minuten. Natürlich sind das nur Durchschnittswerte, und kein Mensch kann diese Angaben als unfehlbare Garantie nehmen. Zudem gibt es noch weitere Abstufungen zwischen den Hauttypen.

Generell aber muss jeder Sonnenanbeter bedenken, dass Schutzcreme nicht unbegrenzt hilft. Sie verhindert lediglich, dass innerhalb der empfohlenen Sonnenzeit Schäden eintreten. Eine Verlängerung des Sonnenbads auf einen ganzen Tag machen sie nicht möglich.

UV Strahlung und Sonnenschutzcreme

Was für Lichtschutzfaktor gibt es denn?

Der Lichtschutzfaktor, der auf jeder Sonnencreme Verpackung angegeben ist, bezieht sich nur auf die UV-B-Strahlung. Daher ist es hilfreich, Produkte zu wählen, die auch Angaben zum UV-A-Schutz machen. Denn obwohl die Sonnenstudios mit diesem „milden“ UV Licht arbeiten, verdient es diese Bezeichnung nicht. Auch UV-A-Strahlung dringt tief in die Haut vor und verursacht Schäden. Seit 2007 gibt es ein entsprechendes Logo (runder Kreis mit Zahlenangabe). 

Der Zahlenwert dieser Angabe macht ungefähr ein Drittel des UV-Wertes aus. Der allgemeine Lichtschutzfaktor 12 bedeutet also, dass der Wert für den UV-A-Schutz 4 beträgt.  

Die UV Filter verlängern die natürliche Schutzzeit um den angegeben Wert des Lichtschutzfaktors.  Für den Mitteleuropäer gelten 15 Minuten natürlicher Sonnenschutz als normal. Mit einer Sonnenschutzcreme des Lichtschutzfaktors 12 steigt die Verweilzeit in der Sonne auf 3 Stunden (15 Minuten x 12 = 180 Minuten).  Dabei sollte jedoch immer bedacht werden; Lichtschutzfaktoren sind abgerundete Mittelwerte. Sie entsprechen nicht bestimmten Pigmentierungsarten. Daher ist man gut beraten, die Zeitspanne nicht komplett auszureizen. Mit der Option, nur etwa zwei Drittel der Zeit in Anspruch zu nehmen, ist man auf der sicheren Seite. Für das o.g. Beispiel wären also 2 Stunden die optimale Bräunungszeit.

Fazit

Mit richtigem Sonnenschutz dem Hautkrebs vorbeugen

Jede Art von UV Licht ist als Überdosis (also mehr, als natürlicher Schutz beim Menschen ausgebildet ist) schädlich. Die Vorsorge beginnt in den heimischen vier Wänden mit einem effektiven Sonnenschutz, der sich auch in den Arbeitsräumen fortsetzen sollte. Für den längeren Aufenthalt im Sonnenschein ist Sonnenschutzcreme ein Muss, egal ob  beim Sonnenbaden, Wandern oder einfach nur für einen Nachmittag auf der Terrasse.  

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