Hitzeschutz von außen
Angenehmer Sichtschutz
Einfache Montage
Wiederverwendbar
Jederzeit abnehmbar
Kostengünstig

Blendschutz

Ein wesentlicher Bestandteil des Sonnenschutzes ist der Blendfaktor. Allerdings wird seine Bedeutung bisher nur unzureichend wahrgenommen.  Eine verschattete Umgebung wird im Allgemeinen eher als wohltuend bei Hitze empfunden. Aber sie hat viel mehr positive Aspekte, als wir auf den ersten Blick meinen. Einer davon ist der Blendschutz, und wie wichtig dieser ist, ist den meisten Menschen gar nicht bewusst. 

Was ist Blendschutz?

Direkte Lichteinstrahlung in die Augen führt zur Blendung

Blendschutz vermeidet schädliche Sonneneinstrahlung auf den Körper, aber auch lästige Reflexionen, die z.B. an Bildschirm-Arbeitsplätzen sehr stören können. Die Direktblendung bezieht sich auf eine konkrete Lichtquelle, die Reflexblendung auf Materialien, die Licht weiterleiten, z.B. glänzende oder helle Oberflächen. Jegliche Art von blendenden Elementen hat durch die Industrialisierung stark zugenommen. Der Blendschutz soll gewährleisten, dass das Auge durch zu starke Helligkeitsunterschiede nicht überlastet wird. Denn das hat unweigerlich Schädigungen zur Folge. Für das Leben und Arbeiten in Räumen sollten deshalb entsprechend angenehme Bedingungen hergestellt werden. 

Ein einzelner Blendschutz oder gar ganze Systeme können an den Fenstern sowohl innen als auch außen angebracht werden. Sie können aus Holz, Textilien, Kunststoff, Metall oder anderen Materialien bestehen und sich mittlerweile auch durch automatische Steuerung an die Tageslichtverhältnisse bzw. Sonneneinstrahlung anpassen.

Lichtundurchlässige Gardinen und Rollos wählen

Für Büro- und Verwaltungsgebäude mit großen Fensterflächen werden gern horizontale Jalousien verwendet, deren Lamellen sich sogar noch verdrehen lassen. Über elektrische Antriebe lassen sich so viele Möglichkeiten der individuellen oder automatischen Steuerung realisieren. Jalousien können innen und außen eingesetzt werden. 

Für den Außenbereich sind dagegen Raffstores erste Wahl. Dabei handelt es sich eigentlich nur um größer dimensionierte Jalousien, die den Belastungen der Witterung besser standhalten. Auch sie können mit beweglichen Lamellen den Lichteinfall jederzeit steuern oder aber auch einen Raum fast komplette verdunkeln.

Vorhänge, Faltstores oder Rollos sind textilen Ursprungs. Sie decken den Lichteinfall variabel ab – durch die Transparenz oder Nichttransparenz des Materials. hänge. Die schweren Vorhänge von einst sind heute flexiblem Blendschutz gewichen. Sie bieten für kleine und auch größere Flächen im Innenraum unterschiedliche Anwendungstechniken. Sie sind ebenfalls gut geeignet, die Optik eines Raumes anzureichern.

Blendschutz – unabdingbar für die Augen

Wusstest du, dass unsere Augen einen natürlichen Blendschutz besitzen?

Die positiven Wirkungen der Verschattung reichen vom Funktionieren des gesamten Kreislaufs bis hin zu einzelnen Funktionen des menschlichen Körpers. Geblendete Augen z.B. sind ein Krankheitsherd, der sich akut oder über Jahre zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des menschlichen Lebens entwickeln kann. Schäden sind an der Hornhaut, an der Netzhaut, an der Augenlinse (also an allen substanziellen Bestandteilen des Organs) möglich und können von schmerzhaften Reizungen bis zur Erblindung führen. Mehr als 70 % unserer äußeren Eindrücke erreichen unser Gehirn über das Auge – der Verlust dieser Quelle wäre ein nicht wieder gut zu machender Einschnitt in unser Leben. 

Während das Sonnenbaden mittlerweile zu Unmassen auf der Haut verteilter Sonnenschutzcreme geführt hat, liegt der Schutz vor Sonnenstrahlen für die Augen doch sehr im Argen. Die meisten Menschen laufen – wenn überhaupt – mit Sonnenbrillen herum, die keinen ausreichenden Blendschutz bieten. Sie werden eben eher nach modischen Aspekten gewählt denn nach Lichtwellenbereichen, deren schädliche Wirkung sie mindern können.

Durch die offenen Fassaden der modernen Bauweise „verfolgt“ das Sonnenlicht die Menschen bis an die Orte, an denen man sich früher sicher wähnte – nämlich in die Innenbereiche der Häuser. Nun ist die Lust auf natürliches Licht auch in Gebäuden per se keine schlechte Sache. Sie muss sich eben nur regeln lassen. Dafür gibt es heute Rollos, Faltstores oder Jalousien in allen erforderlichen Größen und Materialien.

Blendschutz – die unterschätzte Dimension

Viele unterschätzen die Kraft von Sonnenlicht

Die schädigende Wirkung des Sonnenlichts auf den menschlichen Organismus gehört generell zu den am meisten unterschätzten Gefahren unseres täglichen Lebens. 

Eigentlich kein Wunder – gilt doch die die Sonne In der öffentlichen Wahrnehmung als lebenspendende Kraft für unseren Planeten und empfindet es doch jeder Mensch als angenehm, wenn die Wärme der Sonne sich sanft über seine Haut ausbreitet.

Aber genau da liegt auch das Risiko. Was ist wohltuend, was ist gefährlich?

Die Unterscheidung liegt im Maß – und das Maß der positiven Wirkung hat uns die Natur einfach mitgegeben. Es beginnt bei der Ozonschicht, die große Teile der gefährlichen UV-Strahlung von der Erde abhält und reicht bis hin zu den physiologischen Lichtfiltersystemen einzelner Organismen.

Der Urinstinkt des Menschen sagt ihm, dass er nicht direkt in Sonne schauen darf. Grelles Licht wird als unangenehm empfunden, und die Pupillen verengen sich. Diese Schutzreaktion ist – wie der Schmerz – ein Zeichen, keinesfalls weiter in dem Zustand zu verbleiben, sondern sich unverzüglich Erholung zu verschaffen.

Die Farbe (Pigmentierung) der Haut hängt von der Menge an Melanin in der Haut ab

Ein weiteres untrügliches Zeichen der Natur für die Einstellung auf die Kraft der Sonne ist die unterschiedliche Pigmentierung der menschlichen Haut. Je höher die Sonneneinstrahlung, desto dunkler fällt die Färbung aus. Das betrifft auch die Augen. Dunkle Augenfarben sind weniger anfällig für Lichtschäden als helle. Diese Anpassung hat Zehntausende von Jahren gedauert und geht von einem dauerhaften Zustand aus. Deswegen sind hellere Pigmentierungen darauf angewiesen, beim Aufenthalt unter intensiverer Sonneneinstrahlung entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen.

Was aber, wenn sich die Sonneneinstrahlung in bis dato weniger „belichteten“ Regionen erhöht? Genau diesen Effekt erleben wir gerade in statu nascenti – im Stadium des Entstehens. Globale Erwärmung und Klimawandel führen auch in Europa zu neuen Verhältnissen der Sonneneinstrahlung. Die natürliche Anpassung der Pigmentierung würde wieder einen riesigen Zeitraum umfassen – zu lange für Milliarden von individuellen menschlichen Leben, die dabei geschädigt werden.

Blendschutz – welche Krankheiten wendet er ab?

Grauer Star ist eine Augenerkrankung, bei der das Sehvermögen stetig abnimmt

Die schlechte Nachricht zuerst: alle Bestandteile des Sonnenlichts haben schädliche Wirkungen für die Augen „im Gepäck“. Jede Strahlenart schädigt auch unterschiedliche Teile des Auges.

Das betrifft alle Wellenlängenbereiche:

– die sichtbaren von 380 bis 780 Nanometer 

– die ultraviolette Strahlung in den Wellenbereichen darunter 

– das Infrarotspektrum in den Wellenbereichen darüber

Da die beiden letzteren unsichtbar sind, werden sie auch weniger klar registriert. So ist sich z.B. selbst die Wissenschaft nicht darin einig, inwieweit UV- und Infrarotstrahlung gemeinsam oder mit welchem Anteil am Entstehen des Grauen Stars beteiligt sind. 

Die Trübung der Augenlinse (Grauer Star) entwickelt sich kontinuierlich und schleichend über mehrere Jahrzehnte. Die Einwirkung des Sonnenlichts verändert nach und nach die Eiweiße in der Linse. Die Folge ist eine Schädigung des Sehvermögens in Form von verschwommenen Konturen, Grauschleier auf den optischen Wahrnehmungen und leichterer Blendung. War die Schädigung früher nicht mehr zu beheben, so lässt sich der Graue Star inzwischen relativ problemlos operieren. Die geschädigte (natürliche) Linse wird durch eine künstliche neue ausgetauscht.

In den Gebirgen sind die Menschen extremen Lichtverhältnissen ausgesetzt

Hohe Intensitäten von ultravioletter Strahlung führen zur sogenannten Verblitzung der Augen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Binde- und Hornhautgewebes im Auge. Sie entsteht, wenn extreme Blendungen durch die gesamte Umgebung herbeigeführt werden, etwa auf den weiten von der Sonne beschienen Schneeflächen im Gebirge. Daher rührt auch die volkstümliche   

Bezeichnung „Schneekrankheit“. Hohe UV-Anteile des Lichts treten jedoch nicht nur im Gebirge auf, sondern auch auf hoher See oder an den Meeresgestaden. Die starke Sonnenreflexion überanstrengt den natürlichen Filter im Auge. Wenige Stunden nach einem solchen Erlebnis beginnen die Augen sich zu röten, zu Tränen und zu brennen. Es dauert meist zwei Tage, bis Salben und Bettruhe den Schmerz wieder verjagen. Irreversibel dagegen ist der Hautkrebs, der durch zu viel Sonneneinstrahlung auf das größte Organ des Menschen hervorgerufen werden kann.

Blendschutz gegen eine Zivilisationskrankheit

Eine jahrzehntelange Arbeit am Computer kann sich negativ auf die Funktionalität der Augen auswirken

Mit der Digitalisierung ist eine neue Augenkrankheit auf dem Vormarsch: die Makuladegeneration. Hervorgerufen wird sie durch reflektierende Bildschirme. Da immer mehr Menschen viel Zeit an Monitoren verbringen, erliegen die Augen dem sogenannten Blaulicht. Dieser Wellenbereich dringt besonders tief in das Auge ein und erreicht die Netzhaut. Dort sammeln sich Lipofuszine, also abgestorbene Zellteile. Aktiviert durch das Blaulicht kommt es zu chemischen Reaktionen, die auch den anderen Zellen in der Netzhaut zusetzen. Besonders betroffen ist der gelbe Fleck der Makula, dem Zentrum für das Scharfsehen. Aber nicht nur diese Fähigkeit geht verloren, sondern auch das allgemeine Sehvermögen. Makuladegeneration ist heute bereits weltweit die häufigste Ursache für das Erblinden. Am stärksten ist sie in den Industriestaaten ausgebildet. Man schätzt die Zahl der akuten Fälle auf 30 Millionen, davon allein in Deutschland auf 2 Millionen. Betroffen sind derzeit meist noch Menschen über 50 Jahre. Es zeigt sich jedoch, dass die Tendenz zur Erkrankung sich immer weiter in die jüngeren Jahrgänge hinein erstreckt.

In den Zeiten der Digitalisierung arbeiten immer mehr Menschen am PC

Damit ist auch die These, das natürliche Nachlassen der Sehkraft im Alter bildet den Ausgangspunkt, vom Tisch. Trotzdem bleibt natürlich die Tatsache, dass die Augen ab etwa 40 Lebensjahren empfindlicher werden. Der Lichtschutz der Evolution, die Farbstoffe auf der Netzhaut, verblassen nach und nach. Kinder verfügen noch über einen ausreichenden natürlichen Schutz – auch der aber ist durch zu viel Blaulicht an Monitoren in Gefahr.

Da immer mehr Menschen am PC arbeiten, gelten inzwischen weltweit Arbeitsschutzregelungen, die insbesondere den Blendschutz im Büro präferieren, so die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV), die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), die Unfallverhütungsvorschrift Arbeit an Bildschirmgeräten VBG 104 oder die EU-Bildschirmrichtlinie 90/270/EWG.

Sie alle haben zum Ziel, störende Reflexionen zu vermeiden, Wärmestrahlung und Spiegelung zu verhindern und variable Lichtverhältnisse herzustellen, z.B. durch eine Sichtverbindung nach außen und die Anpassung des Blendschutzes an den Fenstern auf die optimalen Lichtverhältnisse im Raum.

Blendschutz heute

Wir leben nicht mehr komplett in der freien Natur, was definitiv mehrere Vorteile mit sich bringt

Natürlich hat die Zivilisation nicht nur reflektierende Materialien wie Glas oder Kunststoff hervorgebracht, sondern auch Möglichkeiten des Blendschutzes. Es kommt eben nur darauf an, die Gefahren zu minimieren und richtiges Verhalten zu entwickeln. Würden die o.g. Blendschutz Richtlinien nicht nur auf Arbeit, sondern auch privat eingehalten, ließen sich die Risiken erheblich eindämmen. 

Einer der wesentlichen Vorteile der Zivilisation ist der Umstand, dass das menschliche Leben nicht mehr vollständig den natürlichen Umwelteinwirkungen ausgesetzt ist. Das Leben und Arbeiten unter sicheren Dächern gegen Wetterunbilden, mit ausreichender Wärme einem gewissen Komfort trägt entscheidend dazu bei, dass die durchschnittliche Lebenszeit ständig wächst. Das von der Evolution geprägte Limit von etwa 45 Jahren menschlicher Lebenszeit hat sich teilweise schon verdoppelt. Damit einher geht aber auch, dass der Verlust des natürlichen Schutzes von älteren Menschen durch umsichtiges Verhalten ausgeglichen werden muss.

Mit Gemüse die Sehkraft stärken

Aber auch für alle anderen gilt, dass die stärker werdende Sonneneinstrahlung mehr Blendschutz verlangt. Schatten zu nutzen ist nicht nur eine Prämisse für die heißen Jahreszeiten. Strahlungsaufnahme durch die Sonne nicht zu übertreiben, sondern sich im Gegenteil mit Cremes oder richtiger Kleidung zu schützen, ist ein Gebot für alle, die höhere Intensitäten nicht gewöhnt sind.      

Die jüngere Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass ein blinder Fortschrittsglaube lediglich in die Sackgasse führt. In vielen Bereichen haben die Menschen daher schon eine Umkehr vollzogen, die ihrer Gesundheit zuträglicher ist. Bestes Beispiel ist die Ernährung, die über Jahrzehnte in die falsche, nämlich industrielle, Richtung lief. Mit der Rückbesinnung auf natürliche Ernährung, bei der das richtige Verhältnis zwischen den Nährstoffen wieder hergestellt wird, ist bereits viel gewonnen. Das gilt auch (und besonders) für die Augen. Mit  Carotinen, die in Tomaten, Brokkoli oder Möhren enthalten sind, lassen sich z.B. die Makulapigmente nachhaltig erhöhen. Auch Omega-3-Fettsäuren, wie sie etwa in Fisch, Raps oder Leinöl vorkommen, schützen vor  Makuladegeneration.

Blendschutz ist vor allem Prophylaxe

Auch Verschattungselemente in Ihrem Haus sind wichtig für Ihre Gesundheit

Verschattungselemente zu Hause, ausreichend Bewegung an frischer Luft (aber eben nicht im gleißenden Sonnenschein), ein ausgewogenes Verhältnis in der Ernährung oder Sonnenschutz per Creme oder guten Sonnenbrillen helfen unseren Augen, lange gut sehtüchtig zu bleiben. Es kann gar kein Zuviel an Vorsicht geben.

Beispielsweise sollten sich die Verschattungselemente zu Hause nicht nur auf die Fenster beziehen. Ebenso wichtig sind oft genutzte Orte wie Balkone, Terrassen oder Gärten. Bäume pflanzen ist nicht nur ein Gebot des natürlichen Gleichgewichts, sondern auch für schattige Areale zu sorgen.    

Auch historische Ereignisse haben dazu beigetragen, den Blendschutz als wichtig zu erkennen. Im Anschluss an die Sonnenfinsternis von 1912 mussten in Deutschland 3000 Menschen von Augenärzten behandelt werden: Sie hatten einfach zu lange das Naturspektakel mit bloßem Auge betrachtet. Die Sonnenfinsternis 1999 dagegen brachte einen Boom für Blendschutzgläser – die Menschen waren vorsichtiger geworden.

Wenn es – wie im Fall des Nachlassens der Sehkraft im Alter (Presbyopie) – doch zu einer Augenoperation kommt, gibt es dafür bereits vielfach erprobte und erfolgreiche Praktiken. Hornhautverkrümmungen können per Laser korrigiert, getrübte Linsen gewechselt werden.

Der refraktive Linsenaustausch (RLA) ist heute eine täglich tausendfach durchgeführte Operation. Das Gute: auch für ältere Menschen ergibt sich eine neue Chance auf gutes Sehen, auch wenn es sich um den früher so gefürchteten Grauen Star handelt. Aber: ein guter Blendschutz kann ärztliche Behandlungen ersparen.

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