Hitzeschutz von außen
Angenehmer Sichtschutz
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Kostengünstig

Unerträgliche Temperaturen und schlaflose Nächte vermeiden

Hitze ist eine große Belastung für den Kreislauf

Heiße Nächte und gut schlafen – das passt nicht zusammen. Die umgangssprachliche Bedeutung von „heißen Nächten“ (da passiert eben viel) liegt gar nicht so weit von der physiologischen Befindlichkeit entfernt. Denn der Körper ist bei höheren Temperaturen im Aktivmodus und lässt sich nicht so ohne Weiteres „abschalten“. Der Übergang in den Ruhemodus dauert länger als sonst.

Deswegen fällt uns das Einschlafen in den tropischen Nächten sehr schwer. Der Körper aber braucht diese nächtliche Ruhephase, um sich richtig zu generieren. Die Körperfunktionen werden auf ein Minimum zurückgefahren – aber dafür muss es auch die richtige Umgebungstemperatur geben. Wärme hält den Organismus in Gang, und zu wenig Schlaf führt auf Dauer zu Schädigungen. 

Unerträgliche Temperaturen und schlaflose Nächte – genau diese Gefahr droht, wenn sich über einen längeren Zeitraum die durchschnittliche Temperatur über den gesamten Tag und die gesamte Nacht nicht unter 20 Grad senkt.

Hitze in Deutschland 

Wetter oder Klimawandel?

Drei Jahrhundertsommer in den ersten 19 Jahren des neuen Jahrtausends – die Zeichen sind eindeutig. Deutschland wird immer heißer. Selbst Platz 3 dieses aktuellen Rankings (2019) war immer noch heißer als jeder Sommer zuvor im 20. Jahrhundert.    

Die Zahl der Sonnenstunden pro Jahr nimmt allerorten zu, die als „Sommertage“ definierten Tage mit Temperaturen über 25 Grad liegen in der Anzahl mittlerweile doppelt so hoch wie das Mittel der letzten 130 Jahre, von denen offizielle Wetteraufzeichnungen existieren. Die Hitzerekorde purzeln in den neuen Hitzeperioden fast täglich. In den letzten beiden Jahren hat sich der deutsche Hitze-Spitzenwert auf unfassbare 42,6 Grad geschraubt. Lag er im 19. Jahrhundert noch knapp unter 40 Grad, so überschritt er im 20. Jahrhundert erstmals leicht die 40-Grad-Grenze. Die darauf folgende  Differenz von 2,4 Grad innerhalb von 35 Jahren ist eine ganz neue Dimension.  

Inzwischen nehmen die so genannten „tropischen Nächte“ (keine Abkühlung unter 20 Grad zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens) Kurs auf die bisherigen Rekordzahlen der heißen Tage. Galten 40 Sonnentage noch vor 20 Jahren als normal, so wird diese Zahl mancherorts in Deutschland schon von tropischen Nächten erreicht. Das Schlimme für den menschlichen Organismus ist: Er muss lange Hitzeperioden überstehen ohne Chance, sich vollständig regenerieren zu können. Der Sommer 2019 – „nur“ Platz 3 in der Hitliste der heißen Jahreszeiten – brachte trotzdem zwei Hitzeperioden mit sich, in denen es vielerorts über mehrere Tage nicht unter 20 Grad abkühlte.  Tausende von Menschen mit Kreislaufproblemen überlebten eine solche Woche nicht.  Aber auch gesunde Menschen leiden unter der Hitze, insbesondere, wenn sie sich in der Nacht nicht erholen können. Am ärgsten trifft es Großstädte wie Berlin, deren enge Bebauung die Hitze für die Nacht noch zusätzlich staut. Für Deutschland sind ständig weiter steigende Temperaturen einstellen, und jeder, der hier wohnt, muss sich darauf einstellen. 

Tropische Nächte – auf Dauer eine echte Gefahr für die Gesundheit  

Gesundheitsgefahr bei Hitze

Hohe Temperaturen sind Gift für den Körper. Er muss dann einen Großteil des Energiehaushalts darauf verwenden, den Körper zu kühlen. Und je wärmer es um uns herum ist, desto mehr Energie geht dafür drauf. Die Folge: körperliche Schlappheit, verminderte Leistungsfähigkeit, allgemeines Unwohlsein.

Übersteigt die umgebende Temperatur die normale Körpertemperatur von 37 Grad, wird es sogar lebensgefährlich. Bei 40 Grad zeigt der Körper alle Symptome eines hohen Fiebers; es kann zum Hitzschlag kommen. Durch die akute Überhitzung des Körpers bildet sich ein Hirnödem, das lebenserhaltende Körperfunktionen lahmlegt.

Gibt es keine Erholungsphasen für den Körper, können auch schon Temperaturen unter 40 Grad zu gesundheitlichen Schäden führen. Bei Umgebungstemperaturen, die über 24 Stunden die 20-Grad-Marke nicht unterschreiten, ergeben sich aus der unzureichenden Regenerierung schnell gesundheitliche Schäden. In Mitteleuropa sind die Menschen auf solche Bedingungen körperlich nicht eingestellt. Gewohnt ist man mehrheitliche Nachttemperaturen von 0 bis 12 Grad. Die durchschnittliche Schlafzimmertemperatur in Deutschland liegt bei 16 Grad. Das regelte sich bisher problemlos durch den Zyklus von Tages- und Nachttemperatur. Tropische Nächte waren die Ausnahme.

Jetzt aber müssen die Menschen bis zu 115 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad „verarbeiten“ und dazu noch bis zu 40 Nächte, die keine ausreichende Abkühlung mehr bringen. Die Häuser speichern in ihren Mauern so viel Wärme, dass es in vielen deutschen Wohnzimmer auch nachts über 25 Grad warm ist. 

Das besondere Problem besteht in der anhaltenden Hitze. Ein heißer Tag mit nächtlicher Abkühlung ist noch relativ leicht zu überstehen. Gibt es aber über 10 Tage (wie in der letzten Juli-Dekade 2019) überhaupt keine Kühle mehr, kommt der Körper an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Er braucht unbedingt Hilfe, und die lässt sich nur über ein verändertes Verhalten bei Hitze herstellen. 

Sind Klimaanlagen die Alternative?

Klimaanlagen sind viel diskutiertes Thema

Aus den südlichen Ländern kennt man es schon – kein Hotel ohne Klimaanlage. Auch viele private Hausbesitzer verschaffen sich auf die Weise kühle Luft in den wärmeren Zeiten. Bald scheint auch Deutschland ohne Klimaanlagen nicht mehr auskommen zu können. Fast die Hälfte aller Büroräume zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen ist bereits klimatisiert. Einkaufszentren und Krankenhäuser werden mittlerweile komplett künstlich belüftet, die öffentlichen Einrichtungen ziehen nach. Kein neu gebautes Auto kommt mehr ohne Klimaanlage vom Band.

Begleitet wird dieser Prozess allerdings von einem heftigen Streit über die schädlichen Wirkungen der neuen Kühlungsgeräte. Es gibt bereits Studien, die einen erhöhten Krankenstand von Angestellten in Firmengebäuden mit Klimaanlage belegen. Dabei handelt es sich meist um diffuse Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schleimhautreizungen. Für sie gibt es den neuen Begriff “Sick-Building-Syndrom“. 

Demgegenüber lässt sich natürlich auch belegen, dass die klimatisierte Luftzufuhr wirklich frischer ist als die ansonsten kaum bewegte Büroluft. Für viele Forscher steht fest, dass die ständige Luftbewegung Verspannung in der Muskulatur bewirkt, die dann schnell zu den genannten Symptomen führen. Dazu kommen noch Erkältungen oder Reizungen der Schleimhaut.

Die aus der Klimaanlage kommende Luft ist kälter und damit trockener. Sie kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als erwärmte Luft. Das Einatmen lässt die Schleimhäute leichter austrocknen – und damit sinkt der Schutz gegen Viren und Bakterien. Wenn die Anlage dann auch nicht einmal ordentlich gewartet wird, mutiert sie rasch zur Keimschleuder. Alles, was sich in den Zuführungen absetzt, wird mit in die Räume gesprüht. Auch darf der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur nicht zu groß sein, denn das wiederum führt zu einer Belastung des Kreislaufs. Wenn die Experten hier 6 bis 8 Grad Differenz empfehlen, bleibt die Lücke zur Hitze aber sehr groß. Draußen 35 Grad – innen 29 Grad? Das ist keine große Hilfe. Mit 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit geht es den Menschen körperlich am besten.

Kostenfaktor Klimaanlage

Wie teuer ist die Klimaanlage?

Das Problem „Klimaanlage“ ist ganz offensichtlich eine Frage der individuellen Verträglichkeit. Wer schon schlechte Erfahrungen mit der künstlichen Kühlung gemacht hat, wird sich ein solches Gerät sicher nicht noch ins eigene Haus holen.

Ein weiteres Problem ist der hohe Energieverbrauch. Händler rechnen gern vor, dass mit einem 600 – Watt – Gerät über 8 Stunden gerade einmal 75 Cent Strompreis zu Buche schlagen. Was sie nicht sagen: diese Rechnung gilt für einen Raum mit einem Volumen von 20 Kubikmetern – also 3 Meter x 3 Meter x 2,20 Meter. Eine deutsche Mietwohnung ist im Durchschnitt 71 Quadratmeter groß und verfügt in der Regel natürlich über eine deutlich größere Deckenhöhe. Wir reden also nicht über 20 Kubikmeter zu kühlendes Volumen, sondern über 300 Kubikmeter. Da die gemeine deutsche Sanitärzelle sich meist nur über 5 Quadratmeter erstreckt, kann man sie in dieser Rechnung getrost vernachlässigen.  Ebenso sind 8 Stunden Betriebszeit in den neuen Hitzeperioden ein Witz. Eine Woche Dauerbetrieb pro Jahr kann man inzwischen mit ziemlicher Sicherheit kalkulieren. Da wird aus der Kleinrechnung von 100 – 200 Euro durchschnittlicher Stromkosten pro Jahr ganz leicht der doppelte Betrag. Geht man von den mittlerweile üblichen 100 Sonnentagen aus, verdoppelt sich das Ganze noch einmal. Dazu kommt:

Wer sich ein gutes Gerät in der beschriebenen Größenordnung leistet, muss schon mehr als 300 Euro auf den Ladentisch legen. Um eine ganze Wohnung zu kühlen, sind dann schnell 1000 Euro nötig. Mit Energiesparen hat das Ganze dann auch nichts mehr zu tun. Nächste Frage: 

Wer kann mit summenden Geräuschen (egal, ob sie vom Ventilator oder von der Klimaanlage kommen) gut einschlafen? Ok, man kann es trainieren. Die Frage ist aber: Welche Alternativen gibt es? 

Einfache Mittel für das Einschlafen bei Hitze 

Mit diesen Tricks überstehen Sie die Hitze

Es bleibt ja noch der Griff auf kleine Tricks, um schlaflose Nächte zu vermeiden. Am höchsten gehandelt werden hierbei die feuchten Baumwoll-Tücher. Man kann sie nachts ins offene Fenster hängen oder auch am Tage in der Wohnung vor den Ventilator anbringen. Denn der Windrotor verschafft nur das frische Gefühl eines Luftzuges. Eigentlich bewegt er nur warme Luft hin und her. Mit der Verdunstung der Feuchtigkeit aus Tüchern oder Laken dagegen entsteht wirklich etwas Kühle und das Raumklima wird angenehmer. Naturstoffe halten die Feuchtigkeit länger, sind also für diesen Zweck besser zu gebrauchen als synthetische Textilien.

Mit dieser Eigenschaft sind sie auch die besseren Schlafbegleiter als Nachtwäsche, Bettdecke oder Laken. Sie saugen den Schweiß besser auf und lindern das Gefühl, in den heißen Nächten selbst im  Bett noch zu zerfließen. Wer diesen Effekt noch weiter bekämpfen will, kann sein Laken oder den Bettbezug auch ins Gefrierfach tun, um abends eine kühlende Unterlage bzw. Decke zu haben. Denn nackt schlafen ist keine gute Idee, da die Haut dann über Stunden dem Luftzug ausgesetzt ist. Das führt schnell zu einer Erkältung oder zu Verspannungen der Muskeln. Der Umgang mit gefroren Schlafutensilien ist aber auch nicht eben einfach. Unversehens aus dem Kühlschrank ins Bett sind sie keine echte Hilfe. Es bedarf schon einer kleinen Temperaturangleichung, damit sie überhaupt gebrauchsfähig werden. Nieren und Füße sollten keinesfalls über längere Zeit den verstärkten Kühle-Kontakt haben. Um den richtigen individuell verträglichen Grad von Kühle auszuprobieren, bedarf es wohl einiger Experimente. 

Hitze aus der Wohnung fernhalten – abends gut einschlafen

Schlafzimmer richtig lüften

Die beste Vorsorge für einen guten Schlaf in Hitzezeiten ist das Fernhalten der Wärme aus der Wohnung. Wenn die Temperaturen draußen dauerhaft über 25 Grad und nachts auch nicht unter 20 Grad liegen, muss die Wohnung eben den ganzen Tag verschattet werden.

Jedes Fenster kann mit Jalousien oder Rollos „dicht“ gemacht werden. Vergessen werden sollten auch nicht Haus- oder Balkontüren, die tagsüber Hitze aufnehmen und dann in das Haus abgeben. Markisen sind für alle Fassadenöffnungen erste Wahl, weil sie nicht nur das zu verschattende Objekt, sondern auch das Mauerwerk in der Umgebung vor den Sonnenstrahlen schützen. Gelüftet wird nachts, und dann am besten auch nur in den kühlsten Stunden vor dem Morgen. Natürlich ist mit einem solchen Verhalten die sommerliche Unbeschwertheit stark beeinträchtigt – aber die kann in Hitzeperioden auch nur bedingt aufkommen.    

Die richtige Ernährung in Hitzezeiten

Leichtes Sommeressen

Wird der Energiehaushalt des Körpers tagsüber nicht zu sehr belastet, lässt es sich am Abend auch besser einschlafen. Deswegen kommt auch der Ernährung in den heißen Perioden eine große Bedeutung zu. Leicht verdauliche Kost bewahrt den Organismus davor, zu viel Energie mit der Verdauung zu verpulvern. Salate, Vollkorn, kühlende Speisen – hier gibt es ganzes Arsenal von Alternativen, die man sich nach persönlichem Geschmack zusammenstellen kann.

Noch mehr Bedeutung hat das richtige Trinken. Zwei bis drei Liter Wasser am Tag braucht der menschliche Körper sowieso. In Hitzezeiten fällt es uns auch nicht schwer, das geforderte Volumen auch wirklich zu erreichen. Mehr Flüssigkeit zügelt im Übrigen auch den Appetit. Wasser ohne Geschmackszusätze oder Tee sind die besten Durststiller. Getränke sollten auch nicht eiskalt, sondern eher lauwarm genossen werden. Innere Kälte regt den Organismus nur an, die Heizfunktion zu aktivieren.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Frage des Duschens, auch wenn es hier um andere Mechanismen geht. Eiskalt duschen mag dem ausgeprägten Kühlungsbestreben entgegen kommen, regt aber die Blutzirkulation dermaßen an, dass der Organismus dann wieder eine Zeit lang als Heizkraftwerk funktioniert. Duschen mit lauwarmem Wasser hat den besseren Langzeit-Effekt: die Poren öffnen sich und der Körper kann überschüssige Wärme leichter abgeben.  

Fazit

Besser schlafen bei Hitze

In heißen Perioden gut einschlafen ist keine Frage irgendwelcher Geräte oder Tricks, sondern gelingt nur so gut (oder so schlecht), wie wir unseren Körper auf die umgebenden Temperaturen einstellen. 

Das eigene Umfeld kontinuierlich verschatten, Hitze erst gar nicht vordringen lassen und den Körper mit den richtigen Nahrungsmitteln und viel Wasser versorgen ist schon mal die „halbe Miete“ für einen guten Schlaf in Tropennächten. Und der wiederum ist das beste Mittel, um am nächsten Tag gut gewappnet in die nächste „Hitzeschlacht“ zu schreiten. 

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